Als 1x umrühren bitte zum neuen Kochevent Kulinarisches aus Literatur und Film aufgerufen hat, fielen mir gleich die Pfefferkuchen ein, die immer in den Pippi Langstrumpf Büchern vorkamen!
Als Kind konnte ich gar nicht genug bekommen von Pippis Abenteuern, ich glaube das war sogar das erste Buch das ich damals als Schul-Neuling mühsam versucht habe zu entziffern
Also kramte ich das alte Kinderbuch auf dem Dachboden heraus und fing wieder an, es zu lesen. Da fühlt man sich direkt wieder in die Kindheit zurückversetzt, und man möchte am liebsten an Pippis Seite sein, wenn sie ihre Streiche spielt und ihre verrückten Ideen in die Tat umsetzt – zum Beispiel eben, mitten auf dem Fußboden der Villa Kunterbunt einen Haufen Pfefferkuchen zu backen 
Seite 26: "Gerade an diesem Morgen war Pippi dabei, Pfefferkuchen zu backen. Sie hatte eine riesengroße Menge Teig gemacht und auf dem Küchenfußboden ausgerollt. "Denn weißt du", sagte Pippi zu ihrem kleinen Affen, "wie weit reicht eigentlich ein Backblech, wenn man mindestens fünfhundert Pfefferkuchen backen will?"

Also entschied ich mich, eben diese Pfefferkuchen zu backen, und durchforstete das Internet nach einem schwedischen Rezept dazu. Ich fand auch eines, auf schwedisch heißen Pfefferkuchen wohl Pepperkakor. . Aber da war schon mein nächstes Problem: wo bekam ich denn Pferde,- und Affenausstecher her, die Pippi benutzt hat? Auf e-bay wurde ich schnell fündig
und bestellte für knapp 10 Euro ein 3-teiliges Pippi Langstrumpf Ausstech-Set, bestehend aus einem Kleinen Onkel,- einem Herr Nilsson- und einem Pippi-Ausstecher. Letzte Woche kamen sie auch schon mit der Post, doch erst heute hatte ich die Zeit und Muße um endlich loszulegen
Die Ausstecher finde ich so süß, vielleicht werde ich diesmal im Advent damit mit meiner Kindergruppe Kekse backen!

Und da lag sie nun auf dem Fußboden und stach mit Hingabe Pfefferkuchen aus. "Tritt nicht immer in den Teig, Herr Nilsson", sagte sie gerade, als es klingelte.
Pippi lief zur Tür und öffnete. Sie war von oben bis unten weiß wie ein Müller, und als sie Thomas und Annika herzlich die Hände schüttelte, wurden sie von einer Mehlwolke eingehüllt.
Na gut, so ein Chaos wurde es ja nicht, die Pfefferkuchen sind schön weich geworden, und vom Teig bin ich total begeistert; so einen kinderfreundlichen Teig hatte ich noch nie, den konnte ich bis zu 6 mal wiederzusammenkneten und ausrollen, ohne dass man etwas merkte!!
"Pippi konnte schnell arbeiten, weiß Gott! Thomas und Annika... sahen zu, wie sie auf den Pfefferkuchenteig losging und wie sie die Kuchen auf ein Blech warf und wie sie die Bleche in den Ofen schleuderte. Sie fanden, dass es beinahe wie im Kino war."
Und falls sich jemand fragt, wie ich mitten im heißen Juli auf die verrückte Idee kommen kann, nach Weihnachten duftende Pfefferkuchen zu backen: ich habe mich da einfach an Pippis Leitspruch gehalten, nämlich:
"Ich mach mir die Welt, wie sie mir gefällt!" 