Sauerteig und ich waren nie so wirklich gute Freunde. Einmal habe ich mir vor Jahren so ein Fertig-Päckchen gekauft, aber das Brot damit ging ganz schön in die Hose. Seitdem greife ich einfach zur Hefe, mal frisch, mal getrocknet.
Und das geht nicht nur mir so, die meisten Bäckereibetriebe backen auch kein reines Sauerteigbrot mehr, sie greifen auch zu sogenanntem “Kunstsauer” und anderen Helferlein. Ein Grund ist, dass ein Sauerteig natürlich gepflegt werden muss, und nicht genau wie Hefe kontrollierbar ist, manchmal braucht er einfach etwas länger zum Gären… Und mit Hefe geht´s auch einfach viel schneller, was aber – aus ernährungsphysiologischer Sicht – eher schlecht ist, da der Körper die Nährstoffe im Getreide und in den Saaten nicht optimal verwerten kann und so auch das Brot nicht so gut verdauen kann. Abgesehen davon, dass konventionelle Hefe ( die ja auch teurer ist als als selbstgemachter Sauerteig!) wahrscheinlich mit gentechnischen Verfahren hergestellt wird… Da wird man schon mal stutzig. Und so kam es, dass ich mich für den World Bread Day aufgerafft habe und zum ersten Mal versucht habe, einen Sauerteig selbst herzustellen, so wie ihn schon unsere Urgroßeltern vermutlich hergestellt haben!! 
Wenn man da mal im Internet stöbert, wird man überrollt von Begriffen wie Anstellgut, Quellstück, Vorteig, Anstellsauer… Überfordert, habe ich mich einfach mal spontan für eine Methode entschieden, nämlich eine 4-tägige Führung zur Herstellung des Sauerteiges, und eine 1-tägige Aktivierung nachdem er im Kühlschrank war.
Und tataaa, ich kann ganz stolz berichten, es hat doch tatsächlich geklappt!
Aus dem fertigen Sauerteig habe ich ein eher einfaches Brot gebacken, so richtig für Sauerteiganfänger, nämlich mit Roggen- und Weizenmehl und mit verschiedenen Nüssen. Schmeckt herrlich!! Es lebe der Sauerteig (wieder auf)!
Und so geht´s (alle Zutaten am Besten in Bio-Qualität nehmen):