Eines der ersten Kosmetika, die ich am Wochenende zusammengerührt hatte, war ein Deo. Ich war ja erst mal baff, als ich vor ein paar Wochen davon etwas im Internet gelesen hatte. Ein Deo selber machen – wie soll das denn bitte gehen?! Und vor allem, wieso?
In herkömmlichen Deodorants ist eigentlich immer Aluminium enthalten, welches im starken Verdacht steht Brustkrebs hervorzurufen, da es ja gerade in dieser Körpergegend auch aufgetragen wird. Ebenso soll Aluminum auch mit Alzheimer im direkten Zusammenhang stehen; gruslig!! Aluminium in Deos sorgt dafür, dass die Schweißproduktion unterdrückt wird (man denke nur an diese unnötigen 48 Stunden Deos!!) Auch das sollte ja schon zum Grübeln anregen, das ist in etwa so wie die Kopfhaut-verstopfenden Silikone in herkömmlichen Shampoos; unnatürlicher geht doch fast nicht mehr!
Viele Rezepte für selbstgemachte Deos enthalten Natron und Speisestärke, welches ich aber beides vermeiden wollte (denn im Gegensatz zum Natron-Shampoo bleibt ja hier das Natron den ganzen Tag auf der Haut). Speisestärke soll zu verstopften Poren führen, und das Natron kann die Haut reizen, gerade nach einer Rasur.
Aber auf dieser Seite habe ich die perfekte Rezeptur gefunden, die ohne Natron und Stärke auskommt: enthalten sind Bienenwachs, Kokosöl, Shea Butter, Lava/Heilerde, und ätherisches Teebaum-, Rosmarin- und Lavendelöl. Beduftet habe ich es zusätzlich mit Palmarosa (indisches Rosenaroma), herrlich!! Was bewirken nun aber all diese Inhaltsstoffe:
Kokosöl: Schweißgeruch entsteht erst durch die Besiedlung durch Bakterien. Die beste Waffe dagegen ist Kokosöl, das ja natürliche antibakterielle Eigenschaften besitzt.
Shea Butter: macht die Haut streichelweich und versorgt sie mit superviel Feuchtigkeit, und verhindert Irritationen nach der Rasur.
Lavaerde: wirkt wie ein Löschpapier auf der Haut, sprich es saugt den Schweiß wieder auf bevor sich Bakterien ansiedeln können. Natürlich wirkt es nicht so stark wie Aluminium, dafür ist es rein natürlich und die Poren können frei atmen.
Bienenwachs: das Deo kann in einen herkömmlichen Deospender gefüllt werden, und behält seine Form. Bei Berührung mit der Haut schmilzt es etwas an, und wird wie ein normales Deo aufgetragen.
Teebaum-, Lavendel- und Rosmarinöl: sie alle wirken antibakteriell und antifungizid, und wirken Gerüchen entgegen. Außerdem sind sie gleichzeitig ein natürliches Konservierungsmittel für das Deo, was das Vitamin E noch unterstützt.
Ich habe bei meinem ersten Versuch die komische Idee im Kopf gehabt, eine hellrosa Erde zu verwenden, um ein babyrosa Deo zu erzeugen – nur wurde das Ergebnis seehr dunkelrot
Und es färbte auch total ab, sprich ich hatte dunkelrote Achseln, was stark nach Blut aussah *bäh*.
Also wagte ich noch einen Versuch, und nahm diesmal ganz weiße Lavaerde (wieder von Logona).
Das Deo wurde schön eierschalenfarben, und gar nix färbt ab
Ich bin sooo begeistert, also ich werde nie wieder Deo einkaufen gehen, es riecht so gut, und wirkt echt den ganzen Tag, sogar bei schweißtreibender Arbeit mit kleinen Kindern und anschließendem Sport!!
Zutaten:
- 1,5 gehäufte EL Bienenwachs
- 4 gehäufte EL Kokosöl
- 1 gehäufter EL Sheabutter
- 4 gehäufte TL weiße Lavaerde
- 20-25 Tropfen ätherische Öle (ein Mix aus Lavendel, Rosmarin und Teebaum, und Palmarosa)
- 1 ml Vitamin E Acetat
Zubereitung:
Kokosöl und Bienenwachs bei kleiner Hitze im Wasserbad schmelzen lassen, zum Schluss die Sheabutter einrühren, nur kurz anschmelzen lassen und vom Herd nehmen. Immer weiter rühren, bis sie ganz eingeschmolzen ist.
Erde einrühren…
…und zuletzt das Vitamin E und die ätherischen Öle.
In einen sauberen Deospender einfüllen, für 20 Minuten ins Gefrierfach stellen damit die Masse hart wird, und dann wie ein normales Deo verwenden! ![]()
Ach ja, fast hätte ich es vergessen: hier einige Fotos meiner erstanden Kosmetikrohstoffe, gekauft hatte ich einen Teil schon länger mal hier online, und den Rest habe ich in der Kosmetikmacherei in Wien gekauft, da bekommt man echt alles um Kosmetika selbst herzustellen, kann ich nur empfehlen!! ![]()

Willkommen! Als begeisterte Wiener-Hobbyköchin führen mich meine Rezepte rund um den Erdball, und seit ich mit der Ausbildung als Ernährungstrainerin begonnen habe, sind sie mittlerweile auch so gesund wie möglich.
Neben Rezepten gibt es auch allerlei Info zu selbstgemachter Naturkosmetik und Heilmitteln, zu selbst angebautem Obst, Gemüse und Sprossen, und seit Kurzem auch zu Ayurveda und Paleo, eine interessante Kombination die ich "Paleo-Veda" getauft habe :)
Mein Motto: kunterbunt natürlich leben, sprich so natürliche und kunterbunte Lebensmittel wie möglich wählen. Mit Paleo-Veda fühle ich mich so gut wie nie zuvor, sprich mit gesunden Fetten, Proteinen, viel Gemüse, etwas Obst, ayurvedischen Gewürzen, aber mit wenig Kohlenhydraten!
Mehr über mich und die Seite könnt ihr auf meiner "About"-Seite nachlesen!
Viel Spaß beim Schmökern, Eure Bettina
Kontakt: bettina(at)gustoaroma.at 


(4,29, 7 Votes)








Selbstgemachtes Waschgel fürs Gesicht mit Lavaerde, Tonkanille und rosa Perlen
Neu entdeckt: Haare & Körper waschen mit Lavaerde (Rhassoul)
Selbstgemachtes Shampoo + Spülung mit Natron und Apfelessig
Lippenbalsam mit Bienenwachs und Honig
das ist ja ein super tipp, dankeschön!!! dann werd ich mal mein deo aufbrauche, brauch ja eine leere dose, und dann mach ich mir das auch!!!
Ui toll, erzähl doch dann mal wie es dir gefällt!
Cool! Ich benutze auch seit einigen Monaten selbstgemachtes Deo und finde das super, die Inhaltsstoffe der gekauften Deos waren mir schon lange ziemlich suspekt.
Meines besteht aus Kokosfett, Maisstärke und Speisesoda. Und ätherischen Ölen für den Duft.
lg,
elisabeth
Eine Gleichgesinnte, wie schööön
Kokosöl ist schon was tolles, gell? Ich kann mir gar nicht mehr vorstellen wie ich es all die Jahre ohne aushalten konnte, seit etwa 1 Jahr benutze ich es täglich in der Küche und/oder zur Kosmetik!! 
So – Lavaerde ist heute angekommen (*freu*) und ich werde sie asap erstmal an den Haaren testen
Bin gespannt und danke für den tollen Beitrag! Stehe der Shampoo-Industrie schon länger kritisch gegenüber (Tierversuche, fragwürdige Inhalte…), habe mich aber nie so richtig getraut. Aber jetzt wird es angegangen B-) Die Inhalte für das Deo zu bekommen, stelle ich mir hier auf dem Lande gar nicht so einfach vor, aber zur Not muss das Internet herhalten.
Liebe Grüße
Alexa
Bin gespannt wie es dir als Shampoo gefallen hat!! Ja total, vor allem die Tierversuche schrecken mich auch ab… Mhmm ich denke du könntest vieles auch in der Apotheke kaufen, wie Bienenwachs, Vitamin E (die gibt´s dort auch als Kapseln, einfach aufschneiden), und ätherische Öle sowieso! Bei Sheabutter bin ich aber nicht so sicher, einfach mal fragen!
Liebe Grüße!
woher hast du den leeren deo-spender bekommen? gibts die auch einzeln oder muß man gleich mehr nehmen?
Ich hab einfach meinen alten Deospender (ich glaube von Fa war der) aufgehoben als der leer war, und gereinigt!
Hat prima geklappt!
Pingback: Peeling-Maske “Oriental Moonlight” mit Lavaerde, Meersalz und rosa Perlen | Gusto & Aroma
Hi Bettina,
Wow – genau, was ich gesucht habe. Bin zur Zeit in Kanada und habe mich mit einer Nachhaltigkeitsbegeistertin unterhalten. Auch sie schwört auf SELF – MADE
Jetzt hat sie mich angesteckt und ich habe erstmal “auf Deutsch” gesucht und bin auf deinen tollen und hilfreichen Blog gestoßen…Wie sieht das Ganze denn preistechnisch aus? Rechnet sich bestimmt schon, wenn man eine kleine Eigenproduktion hat. Auch super als Geschenk – persönlicher geht es ja fast nicht.
Grüße aus dem sonnigen B.C., Anne
Ich verwende dieses Deo nun schon seit längerem und kann es echt nur empfehlen. Für alle die mit dem Gedanken spielen es zu testen es ist das beste Deo dass man sich vorstellen kann. Es neutralisiert super den Geruch hinterlässt keine Flecken und wirkt den ganzen Tag und ist noch dazu natürlich ohne jeden schädlichen Inhaltsstoff. Einfach spitze!!
Das freut mich!!
Woher hast du solche Flaschen bzw. Dosen und Etiketten?
Danke
LG
Etiketten sind wasserbeständig, die habe ich vom Pagro, und die Flaschen/Dosen gibt´s im Internet z.B. bei Kosmetikmacherei, und die Deodose habe ich einfach von Fa eine gehabt, und ausgespült und mein eigenes hineingefüllt