Selbstgemachte Suppen bzw. Brühen sind für mich das Allergrößte. Ich finde, jedes Gericht schmeckt gleich um Längen besser, wenn da eine selbstgemachte Brühe drin steckt und nicht gekörnte Fleischbrühe aus dem Glas oder ein Würfel. Dass sie aber auch noch total gesund sind, wusste ich bis vor einiger Zeit nicht, vor allem aber diese Knochen-Suppe! ![]()
Dadurch, dass sie richtig lange bei kleiner Hitze geköchelt wird (mindestens 12 Stunden bis zu ganzen 2 oder sogar 3 Tagen), lösen sich aus den Knochen Stoffe wie Kollagen, Gelatine und Glukosamine. Diese Inhaltsstoffe sind extrem wichtig für das Verdauungs- und Immunsystem und sind außerdem auch noch super für die Knochen und Gelenke. Außerdem nimmt man durch eine Tasse dieser Brühe jede Menge Proteine, Kalzium, Phospor, Magnesium, und andere Nährstoffe zu sich. Um diese Stoffe aus den Knochen “herauszulocken”, gibt man der Brühe schon vor dem Kochen immer etwas Säure wie Tomaten oder Apfelessig zu.
Grundsätzlich kann man die Brühe mit jeder Sorte Knochen zubereiten, also auch vom Huhn, Lamm, oder auch vom Schwein, oder wer es exotischer möchte vielleicht auch vom Wild wie Wildschwein, Hirsch oder Reh, Bison, Ente, oder vielleicht auch Elch. Ich habe die Brühe am Herd zubereitet, aber noch einfacher (und stromsparender) geht es mit einem Slow Cooker, den ich mir uuunbedingt zum Geburtstag wünsche (Gell, Schatz?
)
Am Besten nimmt man Knochen aus biologischer Landwirtschaft oder von grasgefütterten Tieren! Das Tolle an der Brühe ist, dass Knochen wirklich nicht teuer sind!
Ayurvedische Info: Fleischbrühe z.B. eben vom Rind wird bei zu viel Vata praktisch als Medizin eingesetzt; wichtig ist aber ein stressfreies Weideleben und keine Massentierhaltung, da ja laut Ayurveda auch die Erfahrungen bzw. das Wesen des Tieres in uns übergehen, und wir somit den Stress mit aufnehmen würden.
Zutaten:
- 2 Bund Suppengrün, grob geschnitten
- 1,2 kg Rindsknochen
- 1,2 kg Rindsfleischknochen (mit Fleisch dran)
- 6 Knoblauchzehen, platt gedrückt
- 1 große Zwiebel, grob gehackt
- 4 Lorbeerblätter
- Salz nach Geschmack
- 1 TL schwarzer Pfeffer, ganz
- 2 EL Apfelessig
Zubereitung:
Alle Zutaten in einen großen (!) Topf oder Slowcooker geben, und soviel Wasser zugießen, dass alles gerade bedeckt ist. Dabei sollte das Gemüse unten hineingegeben werden, das Fleisch darauf, und obenauf die Gewürze und der Essig. Und ganz obenauf das Wasser ![]()
Slowcooker auf ca. 12-24 Stunden programmieren auf kleinster Stufe.
Bereitet man die Brühe am Herd zu, die Brühe zugedeckt einmal aufkochen lassen, und sofort die Hitze auf kleinste Stufe stellen. Zugedeckt 12-24 Stunden ganz leicht köcheln lassen. Ich habe sie 16 Stunden köcheln lassen, da war sie perfekt ![]()
Anschließend die Brühe durch ein Sieb gießen, und über Nacht in einem Container in den Kühlschrank stellen. Dadurch sammelt sich das Fett oben, das man man am nächsten Morgen mit einem Löffel ganz leicht abnehmen kann. Das muss man aber nicht wegwerfen, ich habe es die ganze Woche über zum Anbraten bei moderaten Hitze verwendet, superlecker!!
Tip: das Fett von Hühnerbrühe sollte man aber anscheinend nicht mehr verwenden, da es leichter oxidiert.
Die Brühe darunter sollte total gelee-artig sein, durch die ausgetretene Gelatine. So richtig wie Wackelpudding eben *g* Kurz erwärmt, wird sie wieder flüssig.
Man kann die fertige Brühe auch gut portionsweise einfrieren, damit man immer etwas von der leckeren Brühe vorrätig hat!

Willkommen! Als begeisterte Wiener-Hobbyköchin führen mich meine Rezepte rund um den Erdball, und seit ich mit der Ausbildung als Ernährungstrainerin begonnen habe, sind sie mittlerweile auch so gesund wie möglich.
Neben Rezepten gibt es auch allerlei Info zu selbstgemachter Naturkosmetik und Heilmitteln, zu selbst angebautem Obst, Gemüse und Sprossen, und seit Kurzem auch zu Ayurveda und Paleo, eine interessante Kombination die ich "Paleo-Veda" getauft habe :)
Mein Motto: kunterbunt natürlich leben, sprich so natürliche und kunterbunte Lebensmittel wie möglich wählen. Mit Paleo-Veda fühle ich mich so gut wie nie zuvor, sprich mit gesunden Fetten, Proteinen, viel Gemüse, etwas Obst, ayurvedischen Gewürzen, aber mit wenig Kohlenhydraten!
Mehr über mich und die Seite könnt ihr auf meiner "About"-Seite nachlesen!
Viel Spaß beim Schmökern, Eure Bettina
Kontakt: bettina(at)gustoaroma.at 









Ayurvedischer Kochkurs + Rezept für Achari Baingan (geschmorte Auberginen)
Selbstgemachter Seitan mit würziger Paprika-Brühe
Geschmorte Sprossen mit Vollkorn-Spätzle
Hallo,
deine Anleitung ist wirklich super! Sobald ich mal an einem der nächsten Wochenenden Zeit habe, werde ich auch mal eine Brühe nach deiner Anleitung aufsetzen. Die lässt sich bestimmt auch gut in Eiswürfelförmchen einfrieren, dann hat man nicht so einen Klumpen (oder entsprechend viele kleine Döschen) im Gefrierfach.
Viele Grüße,
Nadine
Gute Idee mit den Eiswürfelformen!!
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