Ich bin momentan total im Fermentierungs-Fieber. Nachdem ich leider meinen Kombucha-Pilz namens Karla getötet habe
habe ich mir andere Lebensmittel zum Fermentieren gesucht, wenn möglich ohne irgendwelche Spezialgeräte, -mittel oder – pilze aller Art. Und da gibt´s unendlich viel!! Joghurt, Buttermilch, Creme fraiche, Butter, Frischkäse oder Topfen, Sauerkraut, anderes Gemüse aller Art, Salsa, Ketchup, Chutneys, Relishes, und auch Getränke wie Ginger Ale, um einige zu nennen. Genial, oder?
Nach meinem Riesenerfolg mit meinem Joghurt in Slow-Cooker habe ich einen Teil des fertiges Joghurts abtropfen lassen, wodurch ich einen Teil “Frischtopfen” und einen Teil Molke gewonnen habe. Der Frischkäse hat eine dem gekauften Topfen (Quark) ähnliche Konsistenz, schmeckt aber auch so ein bisschen wie Frischkäse finde ich – ein Mix also, den ich einfach Frischtopfen genannt habe *g*!
Die Molke steckt voller Enzyme, Vitamine und Mineralien, und man kann sie super in Smoothies etc. verwenden. Aber ihre Hauptaufgabe liegt darin, Köstlichkeiten milchsauer zu vergären. Klingt irgendwie ein bisschen eklig, stimmt´s?
Nichtsdestotrotz ist das milchsauer-vergären lassen eine uralte Tradition, die praktisch überall auf der Welt angewendet wurde, von Russland bis England. Schon Hippokrates empfahl anscheinend um 400 v. Chr. seinen Patienten die Molke als Gesundheitselixier. Das milchsauer-vergären lassen ist eine uralte Konservierungs- und Fermentationsmethode, bei der die im Lebensmittel enthaltenen Milchsäurebakterien die Kohlenhydrate vergären und das Produkt unter Luftabschluss so haltbar machen. Die Molke lässt mit Gemüse oder Obst vermischt ein probiotisches, leicht säuerlich schmeckendes Lebensmittel entstehen, welches super für die Verdauung und für das Immunsystem ist! Und das Beste: bei Milchprodukten wird durch das Fermentieren das Kasein praktisch fast abgebaut, ebenso wie die Laktose. Was man alles mit dem “Wundermittel” Molke anstellen kann, erzähle ich euch in weiteren Posts! ![]()
Zutaten (für 1 Glas reine Molke + 250 g Frischtopfen):
- ca. 0,5 Liter Joghurt, am Besten selbst gemachten
Zubereitung:
Joghurt in ein sehr sauberes Geschirrtuch schütten, oben zubinden, aufhängen und das Joghurt über einem sauberen Gefäß abtropfen lassen; am Besten über Nacht. Kommen keine Tropfen mehr, ist es fertig abgetropft. Die abgetropfte Molke nochmals durch ein mit Küchentuch ausgelegtes Sieb in ein steriles Glas durchsieben, und im Kühlschrank aufbewahren. Wurde sauber gearbeitet, sollte sie sich dort bis zu ganzen 6 Monate halten; bei mir hält sie aber immer nur etwa 3-5 Wochen da ich sie bis dahin immer verbraucht habe, und da ist sie jedenfalls noch total frisch.
Den im Tuch übrig gebliebenen Frischtopfen (= Mix aus Topfen uns Frischkäse
) auch im Kühlschrank lagern, und wie Topfen verwenden, oder mit etwas Molke vermischt (um es etwas geschmeidiger zu machen) wie Frischkäse. Sollte sich auch mindestens 1-2 Wochen halten. Mhmm ![]()
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Willkommen! Als begeisterte Wiener-Hobbyköchin führen mich meine Rezepte rund um den Erdball, und seit ich mit der Ausbildung als Ernährungstrainerin begonnen habe, sind sie mittlerweile auch so gesund wie möglich.
Neben Rezepten gibt es auch allerlei Info zu selbstgemachter Naturkosmetik und Heilmitteln, zu selbst angebautem Obst, Gemüse und Sprossen, und seit Kurzem auch zu Ayurveda und Paleo, eine interessante Kombination die ich "Paleo-Veda" getauft habe :)
Mein Motto: kunterbunt natürlich leben, sprich so natürliche und kunterbunte Lebensmittel wie möglich wählen. Mit Paleo-Veda fühle ich mich so gut wie nie zuvor, sprich mit gesunden Fetten, Proteinen, viel Gemüse, etwas Obst, ayurvedischen Gewürzen, aber mit wenig Kohlenhydraten!
Mehr über mich und die Seite könnt ihr auf meiner "About"-Seite nachlesen!
Viel Spaß beim Schmökern, Eure Bettina
Kontakt: bettina(at)gustoaroma.at 





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