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Zucker satt! – Infos zu alternativen Süßungsmitteln wie Stevia und Xucker

sweeteners

Seit über einem Jahr habe ich den “bösen” Haushaltszucker komplett aus meiner Küche verbannt, sei es brauner oder weißer Zucker (bis auf die Experimente mit Karla Kombucha Wink ). Stattdessen habe ich dann immer zu Honig gegriffen, zu Ahornsirup, Agavendicksaft, Reissirup und Palmzucker. Neuerdings greife ich aber meistens zu Stevia und Xucker (Xylit). Da beides immer bekannter wird, dachte ich mir ich stelle euch beide einmal vor und gebe generell einen kleinen Überblick über die ganzen Süßstoffe die ich so verwende/verwendet habe. Bewertet habe ich großteils danach, ob der Süßstoff auch für den täglichen Gebrauch gut geeignet ist und wie weit er den Blutzuckerspiegel generell nach oben treibt.

Haushaltszucker: Ein stark raffiniertes Produkt, das auch Zuckerrohr oder Zuckerrüben gewonnen wird und keinerlei Vitamine oder Mineralstoffe mehr enthält. Besteht zu 100% aus Kohlenhydraten. Lässt den Blutzuckerspiegel stark und schnell ansteigen, und wirkt stark säuernd auf den Körper. Bietet die hervorragende Gelegenheit für Bakterien, sich anzusiedeln und fördert Karies. Ich verwende ihn seit etwa 1 Jahr selbst zuhause gar nicht mehr, auch nicht die braune Variante, die um nichts besser ist.


Agavendicksaft: Schmeckt sehr mild, hat aber eine große Süßkraft. Er soll eine nur milde Steigerung des Blutzuckers mit sich bringen. Nur verwende ich ihn nicht mehr so gerne, da er bis 97 % aus reiner Fruktose bestehen kann, und ein sehr raffiniertes Produkt ist, oft vermischt mit anderen Sirups…


Ahornsirup: Schmeckt sehr lecker über Pancakes, ist aber sehr süß, lässt den Blutzucker schnell nach oben wandern und besteht fast nur aus Kohlenhydraten und weist nicht gerade viele Vitamine und Co auf. Ich habe schon seit Monaten keinen mehr im Haus. Wenn ich Lust auf braunen Sirup habe, verwende ich meinen Palmzucker-Sirup, denn der ist wenigstens niedrig-glykämisch und schmeckt mit auch inzwischen viel besser da er nicht so picksüß ist. Und ob der bei uns erhältliche Sirup natürlichen Ursprungs ist oder nicht doch mit anderen Sirups vermischt wurde, weiß ich auch nicht. Um den Preis und die “Leistung” gibt es eindeutig viel bessere Alternativen.

 Guter Honig: schmeckt natürlich und sehr lecker, ist im Gegensatz zum Zucker ein rein natürliches Produkt (nicht der billige aus dem Supermarkt natürlich!!), hat viele Vitamine & Co und wirkt sogar antibakteriell. Nur treibt er natürlich den Insulinspiegel fast genauso wie Haushaltszucker in die Höhe, und steckt voller Kohlenhydrate. Seit ein paar Monaten habe ich ihn großteils durch Reissirup ersetzt. Ich genieße Honig ab und zu auf einem LOGI-Butterbrot, oder lutsche mal so einen Teelöffel wenn es mich überkommt. Und in der Erkältungszeit greife ich gerne auf Propolis-Honig zurück, das hilft wirklich super bei Rachenentzündungen! Zum Backen etc. verwende ich ihn aber nicht mehr seit meiner Umstellung auf Paleo/Lowcarb wie LOGI.


Palmzucker/Kokosblütenzucker: Im Gegensatz zu Haushaltszucker lässt Palmzucker den Blutzuckerspiegel nicht so schnell hinaufschnellen, und steckt voller Vitamine und Mineralstoffe, und – was ich toll finde – aus einer richtig beachtlichen Menge an Antioxidantien!! Er hat einen karamell-artigen Geschmack, und ich verwende ihn am Liebsten in Mini-Mengen in asiatischen Gerichten (z.B. indonesisch, nicht vorstellbar ohne das Karamell-Aroma in Saucen) und wenn es etwas zu Karamellisieren ist. Nur besteht auch er praktisch nur aus Kohlenhydraten und greift wie Honig und Haushaltszucker die Zahngesundheit an, deshalb verwende ich ihn nur zu besonderen Anlässen.

 

Reissirup: wird aus fermentiertem Reis hergestellt, und ist gänzlich frei von Fruktose; natürlich enthält er aber trotzdem viele Kohlenhydrate. Anders als Honig lässt er den Blutzuckerspiegel aber nicht so schnell hinaufklettern. Vor allem Eisen, Magnesium und Kalium sind im Reissirup enthalten, und der Geschmack ist sehr mild, ebenso die Süßkraft. Ich verwende ihn mittlereile öfter als Honig wenn es mich auf einen Löffel Sirup auf dem Joghurt gelüstet Wink


Stevia: eigentlich der klare Favorit mit 5 Sternen!! Aber nur eigentlich, denn zum Backen etc. eignet es sich nur in speziellen Rezepten, da ja sonst das Volumen des Zuckers fehlt – somit gibt es für mich 2 Gewinner, Stevia und Xucker. Ansonsten ist Stevia einfach supergenial: keine Kalorien, gut für die Zähne, und ein natürliches Süßungsmittel. Natürlich ist die pulverisierte weiße Variante auch raffiniert, aber nicht mehr als der weiße kristalline Haushaltszucker oder Xucker. Wenn ich meinen Garten habe, möchte ich aber selber Stevia anpflanzen und verwenden! Ich verwende Steviapulver  täglich, um meinen Kaffee zu süßen, um Cremes zu süßen, mein selbstgemachtes Joghurt, Tee… Und natürlich habe ich einige spezielle Rezepte für Kuchen und Muffins, die nur mit Stevia gebacken werden können. Ich hatte anfangs ein paar Probleme, da mein Pulver und die flüssige Variante immer so einen bitteren Nachgeschmack hatten. Ich verwende aber seit ca. einem halben Jahr (und das Glas ist noch immer zu 2/3 voll, so sparsam setzt man Stevia ein!!) dieses Pulver, das ist 100% frei von Nachgeschmack. Kann ich nur weiterempfehlen! Wink Ich habe übrigens noch eine Empfehlung für euch: dieses e-Book über Stevia, wo wirklich alles Wichtige drinnen steht, schön verständlich und einfach spannend ist. Vor allem für Stevia-Neulinge einen Klick wert!! Heart

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Xucker: Xucker ist nichts anderes als Xylit. Xylit wird auch oft Birkenzucker genannt, und gehört zu den Zuckeralkoholen. Man kann ihn aus Birkenrinde und Mais herstellen. Davor hatte ich schon mal Erythrit probiert, war aber vom sehr metallisch-kalten Nachgeschmack und dem Preis nicht begeistert gewesen. Da ist Xylit anders, es ist um ca. die Hälfte billiger und schmeckt auch fast wie normaler Haushaltszucker, und lässt sich auch genauso wie dieser verwenden, egal ob zum Süßen von Desserts, zum so Lutschen, zum Backen… Xucker wird vom Körper insulin-unabhängig verstoffwechselt, und hilft Karies vorzubeugen. Deshalb ist Xylit auch oft schon in Kaugummis und Zahnpastas enthalten. Und nicht nur das, er kann die Zähne auch remineralisieren! Xucker lässt den Blutzuckerspiegel praktisch gar nicht ansteigen, man kann die Wirkung in etwa wie mit gegessenem Blumenkohl vergleichen, also eigentlich nicht vorhanden. Im Vergleich zu Haushaltszucker hat er um 40% weniger Kalorien und wirkt sogar basisch auf den Körper. So kann er Bakterien wie Candida am Wachsen hindern, was ihn klar vom normalen Zucker abgrenzt. Für die guten Darmbakterien ist er aber nicht gefährlich, keine Angst Wink Dafür sagt er sogar Streptokokken-Bakterien den Kampf an. Natürlich sollte man auch Xucker wie alle Süßungsmittel sparsam einsetzen, aber gerade beim Kuchen Backen möchte ich ihn nicht mehr missen, das geht so herrlich einfach damit, und sogar Marmelade kann man damit kochen die sich genauso lange wie normale Marmelade hält!! Ich bestelle meine Xucker-Produkte auf www.xucker.de, und bin total zufrieden! Ach, und ob Xucker wirklich Paleo-geeignet ist: ich habe Xucker ganz klar in meine persönliche Paleo/LOGI-Ernährung eingebaut, da es durch die Verstoffwechslung kohlenhydratfrei ist, und ich nur positive Informationen dazu gefunden habe. Nur bei Haustieren muss man aufpassen, vor allem bei Hunden: für die kann Xylit tödlich enden, so ähnlich wie Aspirin, also auf die Xuckerdosen und den gebackenen Kuchen gut aufpassen! Ihr seht, ich bin schwer verliebt Heart Meine umfangreiche Bestellung sah  übrigens so aus *g*:

Vanille-Xucker, Schoko-Drops, Gelier-Xucker für Marmelade, fein- und grobkörniger Xucker, Xylit-Kaugummis (Zimt ist genial!!), superleckere Xylit-Bonbons und Xylit-Schokolade ♥♥

 

 

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8 Antworten auf Zucker satt! – Infos zu alternativen Süßungsmitteln wie Stevia und Xucker

  1. Katja sagt:

    Hallo, ich habe auf dieser Website: http://www.yerbabuena-shop.net/ Stevaline Culinaria entdeckt, kann man 1:1 mit dem Zucker in den Backrezepten tauschen…nicht ganz günstig, werde es aber mal testen. Viele Grüße Katja P.S. schöne Seite mit vielen tollen Rezepten! Danke. Big Smile

    • bettal sagt:

      Die Stevia-Produkte sehen toll aus! Nur dieses Pulver, das man 1:1 gegen Zucker austauschen kann, ist ja wieder nur 1% Stevia, der Rest Maltodextrin, sprich modifizierte Kohlenhydrate… Aber zum Backen ist es sicher genial da mann auch damit nix umrechnen muss! Smile

  2. Alex sagt:

    Hi Bettina, vorab erstmal ein Lob. Ein echt klasse Blog! Bin über ein Rezept auf die Seite gestoßen.

    Dem Thema Zucker oder Zuckerersatzstoffe stehe ich ehr kritisch gegenüber. Ich ernähre mich ebenfalls Paleo, vielleicht sogar etwas strikter als Andere. Stevia verwende ich nicht. Auch wenn es ein “natürliches” Produkt ist. Wenn du dir ein Blatt von deiner Stevia Pflanze ab machst, kannst du Stunden darauf herum kauen, ohne etwas Süßes zu merken. Ist das gleiche Prinzip wie beim Agavendicksaft und anderen Zuckerersatzstoffen. Sicherlich kommen sie von einer Pflanze. Trotzdem ist ein großer industrieller Aufwand nötig um sie genießbar (süß) zu machen. Daher leider kein Paleo Lebensmittel! Das es nur positives über solche Stoffe zu lesen gibt, ist auch einfach erklärt. Die Stoffe sind (zumindest als Lebensmittel) recht neu. Alle bisherigen Studien waren 1. an Tieren und nicht Menschen und/oder 2. wurden von Firmen finanziert, die daraus Profit schlagen.

    MfG

    • bettal sagt:

      Hallo! Ja klar sind Süßstoffe aller Art wegen der Raffination für eine strenge Paleo-Ernährung nicht geeignet, ich mache aber eher in die LOGI-Richtung und auch nur zu ca. 80 Prozent, deshalb finde ich es dafür “okay”. Denn ganz ohne Süßes das kann ich nicht Wink Aber mit den Studien, also ich hab oft gelesen dass gerade die gesundheitlichen Auswirkungen von Xylit in vielen Teststudien an Menschen untersucht wurde und nicht an Tieren, da die das ja auch gar nicht vertragen?

  3. Bentokitchen sagt:

    Hallo Bettina,
    wir haben auch eine ganze Weile Xylit statt Zucker benutzt und in dieser Zeit auch eigentlich kaum Obst (nur Beeren) gegessen. Im Sommer gab es dann jetzt wieder vermehrt Obst, aber ich bin (gerade wegen der positiven Eigenschaften von Xylit) doch immer wieder am Überlegen, ob ich es mehr nutzen soll und ob es wirklich Paleo ist.
    Ab und zu schlecke ich auch gerne mal an einem Löffel Honig oder benutze ihn auf einem paleo-Brot Grin Möchte ich gar nicht missen. Mittlerweile hat sich unser Geschmack jedoch so verändert, dass selbst ein EL Xucker im Joghurt (250g) zu viel wäre. Bei 6-12 Muffins nehme ich meist 1-2 Bananen zum Süßen, das reicht uns.
    Den positiven Effekt von Xylit auf die Zähne kann man aber trotzdem haben: nach dem Zähneputzen einen halben Teelöffel Xylit auf der Zunge zergehen lassen. Sobald sich Speichel bildet, mit dem Xylit vermischen und gut im Mund und auf den Zähnen verteilen. Mindestens 10 Minuten lang das Xylit im Mund belassen und auch durch die Zahnlücken ziehen, anschließend ausspucken. Wenn ich daran denke, mache ich das morgens und abends Smile Wenn ich zu viel Zucker hatte, merke ich das sofort, da ich dann Zahnschmerzen an einem bestimmten Zahn bekomme… etwas Xylit und 10 Minuten später sind sie weg. Xylit hilft mir auch gut bei entzündetem Zahnfleisch.
    Vanillexucker haben wir uns übrigens nicht gekauft. Es gibt bei Xucker.de auch pure Vanille, wenn man sich das hochrechnet ist es günstiger diese mit dem Xylit selbst zu vermischen Smile

    Viele Grüße,
    Nadine

    • bettal sagt:

      Hallo, also ich denke mir dass eh jeder so sein eigenes Konzept hat, und ich will persönlich nicht “stur” einer Richtung folgen sondern basteln mir mein eigenes Ding, und da passt für mich Xucker gut rein auch wenn strenge Paleo-Anhänger vielleicht aufschreien Smile Ich denke wenn du Xylit schon probiert hast und magst, warum nicht in dein persönliches Paleo-Konzept integrieren? Super Tip, danke, werd ich sicher mal ausprobieren!!

  4. Vielen Dank für die interessante Zusammenstellung. Das Volumen beim backen habe ich bis jetzt mit Apfelkompott – ungesüßt natürlich – in den Griff bekommen. Das ist natürlich auch eine Notlösung, denn es verändert den Geschmack meiner Produkte ganz erheblich, was nicht immer von Vorteil ist.

  5. Pingback: Zucker Ersatz

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