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Ran an die Gläser, ab heute wird eingekocht wie zu Omas Zeiten: Selbstgemachter Feigen-Honig-Senf

Ohne Konservierungsstoffe

Eeendlich habe ich meinen neuesten Mitbewohner in den Händen halten dürfen, der Postbote hat sich doch noch bemüht mir ein fettes Grinsen aufs Gesicht zu zaubern: mein Einkochautomat ist eingetrudelt!! Bestellt habe ich ihn bei Casserole.at, ein richtig toller Online-Shop wo es echt alles gibt, was Hobbykochherzen höher schlagen lässt! Während sich die Meisten in meinem Alter zum Geburtstag ja Blumen oder Schmuck wünschen, sind es bei mir immer Küchenartikel. Bitte haltet mich nicht für eigenartig wenn ich euch verrate, dass eines meiner schönsten Geschenke von meinem Schatz mal ein riesiges Fleischmesser zum Valentinstag  war *hust* Smile

Diesmal habe ich mein Herz an einen Einkochautomaten verloren, nämlich den emaillierten kleinen Multitopf 9,0 Liter von der Firma Weck.  Normalerweise sind Einkochautomaten viel größer mit ca. 29 Litern Fassungsvermögen, aber so einen brauche ich (noch) nicht; erst wenn mein Traumgartenplantage auf unserem Grundstück in ein paar Jahren fertig ist!  Für einen kleinen Haushalt bzw. eine noch kleinere Küche ist dieser kleine Topf super geeignet, es passen genau 8 Gläser à 280 ml hinein.

Ihr fragt, was denn ein Einkochautomat eigentlich ist? Ich muss zugeben, vor ein paar Wochen hatte ich auch nicht den leisesten Schimmer! In einem Einkochautomaten kocht man etwas ein, das sagt ja schon der Name. Wer dabei aber nur an Marmelade denkt, der hat sich gewaltig getäuscht, denn vielmehr könnte man fragen was man nicht einkochen kann! Von selbstgemachter Brat- oder Leberwurst, von Suppen, Knödel, Kuchen, Gulasch, Bolognese, bis hin zu Apfelmus, Erbsen, Spargel oder sogar Kartoffeln ist echt alles mit dabei. Eigentlich waren Einkochautomaten zu Omas Zeiten der absolute Renner (laut meiner Weck-”Bibel” wurde der Vorgang des Einkochens sogar schon im 17. Jahrhundert entdeckt). Zu Omas Zeiten war das die gängige Form des Konservierens, aber auch mittlerweile gibt es wieder einen regelrechten Boom ums Einkochen!

Quelle: © zigzagmtart - Fotolia.com

Die Vorteile liegen klar auf der Hand:

  1. die fertigen Gläser können bei Raumtemperatur monatelang, wenn nicht jahrelang gelagert werden,
  2. ganz ohne Konservierungsstoffe, wovon es z.B. in Dosen-Gulasch nur so wimmelt,
  3. und ganz ohne jegliche Form von Energie/Strom!
  4. Die Gläser können immer wieder verwendet werden,
  5. die Speisen sind super geeignet um sie z.B. mit in die Arbeit oder in den Campingurlaub zu nehmen,
  6. die Tiefkühltruhe wird nicht überfüllt (bei uns ist die ja eh immer randvoll mit Fleisch Wink),
  7. und man muss nicht mühsam gefrorene Speisen wieder aufwärmen (was ja echt viel Energie frisst). Im Grunde kann man die Speisen lauwarm aus dem Glas essen, oder es nur kurz  im Wasserbad aufwärmen, fertig!
  8. Das Wasser, welches in den Automaten heiß eingefüllt wird, kommt bei mir einfach aus dem Wasserhahn, das läuft da eh brennend heiß heraus (oder man nimmt kaltes Wasser für kalte Gläser), und nach dem Kochen kann man das benötigte Wasser nach dem Abkühlen noch prima verwenden um z.B. Blumen zu gießen oder den Boden damit zu wischen, sprich es ist auch umweltfreundlich.
  9. Was für mich ein richtig toller Vorteil ist: man spart sich den konservierenden Zucker, der ja sonst in Marmeladen und Apfelmus etc. steckt. Durch das Einkochen hält sich alles auch ganz ohne Zucker, und man kann für die Süße einfach etwas Stevia verwenden, und das Ganze hält trotzdem “ewig”. Genial, oder?  Heart

Falls ihr euch Sorgen wegen den verkochten Vitaminen macht: natürlich gehen einige Vitamine zum Teil verloren, vor allem Vitamin C. Davon nehme ich aber z.B. sowieso schon genug zu mir da ich jeden Tag ordentlich Zitronensaft trinke, täglich etwas Paprika nasche, Mandarinen als Snack mitnehme oder Kartoffeln als Beilage esse. Auch die anderen Vitamine, z.B. B-Vitamine holt man sich ja leicht aus anderen Quellen, und man ernährt sich ja nicht nur von “Gläserfraß” alleine. Einfach einen Salat dazumachen, und das Problem ist gelöst. Vor allem wird sowieso meist das eingekocht, das ja eh auch sowieso ordentlich gekocht wird wie Suppe, Gulasch, Wurst, Apfelmus etc., und somit beim Einkochen nicht mehr Vitamine verloren gehen als wenn sie normal am Herd gekocht werden.

Ich persönlich glaube, dass der Vorgang des Einfrierens von z.B. einer Suppe ähnlich viel, wenn nicht noch mehr Vitamine frisst: zuerst muss die Suppe ja kochen, dann lässt man sie bei Raumtemperatur ein paar Stunden stehen damit sie genug abkühlt, dann packt man sie in die Gefriertruhe, dann holt man sie heraus, taut sie schön langsam auf um (angeblich) die Nährwerte zu erhalten und kocht sie anschließend nochmal auf damit sie auch richtig schön heiß ist. Beim Einkochen kann man alle unterstrichenen Punkte weglassen, sie wird einfach nach dem Kochen noch heiß in Gläser gefüllt und ca. eine halbe Stunde im Automaten bei etwa 90 °C weiter eingekocht, fertig!

Hier ein gutes Video zum Thema Einkochen auf youtube, wo alles schön gezeigt wird und auch die Vorteile beschrieben werden; ich kann es nur empfehlen sich das mal anzugucken:

eingebunden mit Embedded Video

YouTube Direkt 

So, und mittlerweile habe ich schon Äpfel mit Zimt, Birnen mit Nelken und 6 Einzelportionen Semmelknödel eingekocht, ging ohne Probleme und die Gläser halten bis jetzt brav ihr Vakuum! Das Beste ist aber definitiv mein selbstgemachter Feigensenf mit Honig geworden, den ich mir super als Mitbringsel bzw. Geschenk vorstelle! Denn im Gegensatz zur Variante, bei der die Masse einfach heiß eingefüllt wird und das Glas auf den Kopf gedreht wird, werden die fertig gefüllten Gläser noch eingekocht, wodurch sich die haltbare Zeit von 2-3 Monaten auf bis zu ein Jahr verlängert. Und hier das einfache Rezept:

Zutaten (für 4-5 kleine Gläser):

  • 20 reife (!) Feigen
  • 6 EL Löwenzahnhonig, Blütenhonig geht aber sicher auch
  • 75 g gelbe Senfkörner, fein gemahlen
  • 100 ml Weißweinessig

Zubereitung:

Feigen gut waschen, das obere harte Stückerl abschneiden, und die Feigen samt Schale würfeln. In einen Topf geben, und mit dem Honig und 175 ml Wasser aufkochen lassen. Ca. 10 Minuten leicht einköcheln lassen, dann ein paar Minuten nur leicht abkühlen lassen, zuletzt das Senfpulver und den Essig unterrühren. Pürieren.

Gleich noch heiß in 4-5 saubere Einkochgläser füllen, je nach Glastyp mit einem passenden Deckel verschließen, und in den Einkochautomaten setzen. In diesen jetzt reichlich heißes Wasser füllen (es sollte dieselbe Temperatur haben wie der Inhalt) , und bei 90 °C 30 Minuten einkochen. Kinderleicht, oder? Wink

Mein Zauberkessel!! Smile Quelle: http://www.casserole.de

In unserer Mini-Küche samt doofer Dachschräge stapeln sich schon die Geräte übereinander *g*

Eingekochte Köstlichkeiten warten auf ihren großen Auftritt Smile

 

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Eine Antwort auf Ran an die Gläser, ab heute wird eingekocht wie zu Omas Zeiten: Selbstgemachter Feigen-Honig-Senf

  1. Alexa sagt:

    Hey,
    daran habe ich auch schon öfter mal gedacht, einfach einkochen statt einfrieren.
    Vorallem bei Suppen ist das enorm praktisch, wenn man sie nicht erst mühsam wieder auftauen muss.
    Aber wie sollte man eine Suppe am besten einfrieren?
    Ich denke doch ohne Nudeln aber mit Fleisch, oder? Aber was ist mit dem Gemüse darin?
    Hast du dazu schon Erfahrungen? Smile
    Liebe Grüße

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