In der Zeitschrift “Vegetarisch Fit” hatte ich letztens das Rezept für diesen interessanten Eintopf gefunden, und vorgestern gleich ausprobiert! Meistens sehen meine Eintöpfe nämlich ziemlich ähnlich aus, entweder in die russiche Borschtsch-Richtung, Chili sin bzw. con carne-mäßig oder italienisch á la Minestrone.
Ein indischer Eintopf war mir neu, noch dazu mit meinem geliebten Blumenkohl, Tofu und Weizen. Statt normalem Weizen habe ich aber zum ersten Mal Kamut verwendet, eine uralte hellere und größere Weizenart, die gerade erst wieder im Kommen ist. (Gibt es jetzt billig bei Hofer aus Bio-Anbau, ohne Werbung machen zu wollen *g*)
Dazu habe ich einige sehr aufregende Infos gefunden; sicher interessant für alle, die – wie ich – bei Meldungen von Sensationen in ägyptischen Ausgrabungen oder Indiana Jones-Filmen es vor Spannung kaum aushalten still zu sitzen 
Schon im alten Ägypten wurde Kamut vor Jahrtausenden angebaut, wo auch sein Name herkommt , “kah moot” – übersetzt bedeutet er “Die Seele/Ursprung der Erde/Getreide”. In Grabkammern bzw. dem Totenbuch wurde Kamut oft so dargestellt:
Das wiederum leitet sich anscheinend so ab:

Fotos von Wikipedia
Kamut galt als edelstes Getreide, und wurde richtig verehrt. Daraufhin war Kamut für viele viele Jahrhunderte komplett verschollen, bis 1977 ein paar gefunde getrocknete Kamut-Körner in einer alten Grabstätte Ägyptens dazu dienten, dass man man mit der Wiedervermehrung beginnen konnte – und aus den getrockneten paar Körnern entwickelte sich tatsächlich wie durch ein Wunder neues Leben!!
Kamut wurde also nicht durch Kreuzungen oder Manipulationen gezüchtet, sondern er ist wohl eines der Urgetreiden der Menschheit. Seine Inhaltsstoffe sind also genau dieselben wie vor über 6000 Jahren, und die sind beträchtlich höher als in normalem Weizen: über 40 % mehr Eiweiß, und auch sonst viel mehr Vitamine. Mineralstoffe, Ballaststoffe und auch ungesättigte Fettsäuren. Durch seine Ursprünglichkeit wird Kamut anscheinend auch von über 50 % der Weizenallergiker gut vertragen. Eine spannende Sache also, dieser Kamut!!
So, genug Infos (die habe ich übrigens alle auf diversen Seiten im Internet entdeckt)
Zum Rezept: Kamut wird in Brühe weichgekocht, und mit Blumenkohl, Erbsen und Karotten zu einem sämigen Eintopf gegart. Gewürzt wird kräftig mit Curry und Kreuzkümmel, und den besonderen Kick gibt gebratener Tofu mit knusprigen Mandeln. Muss ich mehr sagen?