Seit ein paar Wochen habe ich immer wieder tierische Lust auf Milchprodukte, vor allem auf Joghurt. In den handelsüblichen findet man aber jede Menge Unfug unnötige Zusatzstoffe und Süßstoffe aller Art, und außer den speziellen teuren Joghurts von Activia etc. denke ich nicht dass da überhaupt noch lebende gesunde Bakterien enthalten sind. Im Zuge meiner Diplomarbeit (die eeendlich fertig ist!!
) bin ich auf ein richtig tolles Buch gestoßen, und zwar auf Nourishing Traditions von Sally Fallon. Ich habe es richtiggehend verschlungen, und kann es nur empfehlen!! Kurz zusammengefasst geht es darum, dass wir verlernt haben wie unsere Vorfahren zu kochen, zu konservieren, zu fermentieren etc. Die heutigen Lebensmittel müssen schnell und praktisch sein, aber dadurch werden giftige Stoffe (wie Phytinsäure beim Getreide und Hülsenfrüchten z.B.) nicht abgebaut oder andersrum sind die gesundheitsfördernden Stoffe wie eben die guten Bakterien in fermentierten Produkten nicht mehr vorhanden. Im Grunde gleicht auch sehr viel einer Paleo-Ernährung, wie die Empfehlung tierischer Lebensmittel und gesättigter Fette.
Auf jeden Fall bin ich im Buch auf ein Rezept gestoßen, Joghurt selbst zu machen, das am Ende voller guter Bakterien ist, und dazu richtig billig ist! Nur habe ich kein Thermometer, und auf youtube habe ich dann eine Anleitung gefunden, wie man dasselbe ganz kinderleicht im Slowcooker zubereiten kann, ohne die Temperatur zu messen. Diesem nutze ich ja sowieso ständig, sei es für ein Gulasch, ein Currygericht oder die wöchentliche Riesenportion Knochenbrühe. Und ich versichere euch, es klappt, und das fertige Joghurt schmeckt einfach göttlich!! Ich habe meines in kleine Avent-Becher eingefüllt, wo sie locker eine Woche im Kühlschrank halten sollten. Aus dem Rest der Joghurtmasse habe ich Topfen und Molke gewonnen, aus der ich wiederum jede Menge Gemüse milchsauer vergoren habe, und sogar Ketchup – mehr dazu in einem anderen Post 
Für also insgesamt etwa 1,5 Liter Joghurt, 1/4 Liter Molke und 1/4 Liter Topfen habe nur 2,9 Euro gezahlt. In den nächsten Wochen wirds aber noch billiger, da ich mir ja den Impf-Ansatz einfach vom vorangegangen Schwung Joghurtmachen aufhebe, dann liegt der Preis bei ca. 1,4 Euro für alles. Wenn man alle Zutaten in Bio-Qualität nimmt, wird es natürlich etwas teurer, aber immer noch viel billiger als die Sachen fertig zu kaufen. Genial, oder? 