Gestern hab ich soo viel für meine Diplomarbeit gelesen, dass mir dabei fast etwas entgangen wäre – im Buch “Special Diets for Special Kids” von Lisa Lewis, das ich für meinen Teil wie Paleo-Ernährung gerade Autismus-Kindern helfen kann gelesen habe, habe ich beim Stöbern ein geniales Rezept entdeckt. Ich habe schon ein paar Versuche gemacht, mir Paleo-Zutaten ein Naan oder Pita-Brot zu backen, bis jetzt aber erfolglos. Mit Kokosmehl wurde das einfach nix bei mir, man hat einfach deutlich gemerkt dass der “Klebstoff” Gluten fehlt. In diesem Buch ist aber “Buckwheat Pete´s” alias Peter de Niverville´s Technik beschrieben, fluffiges Brot mit einem Spezialkleber zu backen: man mischt Tapiokamehl mit Wasser, erhitzt es bis eine klebstoffartige Mischung ist und knetet das in den Teig hinein. Hört sich eklig an, ist es beim ersten Anblick auch *g*, aber Gluten ist doch nix anderes (siehe mein Rezept für selbstgemachten Seitan).
Dieses Pita-Brot wird mit Buchweizenmehl gebacken, also nicht 100% Paleo, da Buchweizen zwar kein Getreide an sich sondern ein Knöterichgewächs ist, wodurch er z.B. mit Rhabarber verwandt ist, aber zu den sogenannten Pseudogetreidearten zählt. Ich habe diese Pseudogetreidearten (Quinoa, Wildreis, Amaranth und eben Buchweizen) aber nach wie vor ab und zu in meinen Speiseplan inkludiert, auch in meiner 30 Tages-Challenge. Nicht in Massen und nur ca. 1-2 pro Woche, denn damit verbiete ich mir nix und kann trotzdem ab und zu noch “Körner” essen. Denn gerade Buchweizen besitzt - da es kein echtes Getreide ist- keine Lektine, und die Phytinsäure ist sogar im Gegensatz zu Nüssen ganz einfach durch Einweichen praktisch gänzlich abbaubar!! Auch beim eh schon phytinarmen Quinoa kann man durch Einweichen + mehrmaliges Abspülen + Kochen auch bis 77 % Phytinsäure und die Saponine abbauen, und ebenfalls beim Amaranth und Wildreis wird durch Einweichen sehr viel der Säure abgebaut, was bei normalen Getreidesorten nicht so leicht geht. All diese Pseudo-Getreidearten sind – im Gegensatz zu den üblichen Verdächtigen wie Weizen oder Hafer – sogar basenbildend, worauf ich besonders achte. Beim Chinesen erlaube ich mir aber ab und zu eine Mini-Portion weißen Reis, denn (geschälter!) Reis ist das Getreide dass am wenigstens Anti-Nährstoffe enthält und das laut Paleo ungefährlichste Getreide ist.
Die LOGI-Methode (wo ich auch einiges drüber gelesen habe) macht das genauso: sie verbietet Getreide bzw. Pseudogetreide nicht gänzlich sofern man keine Allergie/Unveträglichkeit hat, setzt es nur ganz rauf an die Spitze der Ernährungspyramide zusammen mit Süßigkeiten und anderem Süßkram. Finde ich super die Idee, denn so hält man das Ganze sicher viel leichter durch!! Wer sich ganz streng nach Paleo ernährt, könnte versuchen das Buchweizenmehl durch Mandelmehl ersetzen – das probiere ich das nächste Mal aus!! Auf jeden Fall ist das Brot unglaublich genial geworden, ich muss mir unbedingt noch die e-books von Buckwheat Pete bestellen
So, und was hab ich getan, gegessen gestern?