Archiv der Kategorie: Osteuropa

Sat, 03.11 Icon
Beet Kvass – da kann Mirakulix´ Zaubertrank einpacken! :)

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Kennt ihr Beet Kvass? Ich hatte bis vor ein paar Wochen nichts davon gehört gehabt, bin aber beim Stöbern in Nourishing Traditions darauf gestoßen. Ich liebe es ja Dinge selbst zu fermentieren, wie z.B. mein Ketchup, Crème fraiche oder Gemüse aller Art. Getränke hatte ich – bis auf meine Versuche mit Karla Kombucha, die sie leider auf Dauer nicht überlebt hat) noch nie probiert. Seit ich es aber einmal probiert habe, stehen in meiner Mini-Küche immer etliche Gläser und Flaschen herum, in denen leckere Säfte darauf warten ihre Magie zu entwickeln. Momentan sind es z.B. gerade Orangen-Kvass, Beet-Kvass, Ginger Bug und Apfel-Himbeer-Limo!

Beet Kvass wird, wie der Name schon sagt, aus roter Beete hergestellt und kommt ursprünglich aus Russland. Der rote Saft wird dort auch “Blut der Erde” genannt, und das nicht umsonst: Beet Kvass ist gut für die Verdauung, wirkt stark basenbildend, reinigt den Körper, die Organe und das Blut, und wirkt außerordentlich hydrierend, sprich der Körper wird durch die besondere, isotonische Zusammensetzung mit der Extra-Portion Flüssigkeit versorgt. Und nicht zuletzt enthält der Saft reichlich Betazyanine, die es dem Blut erlauben unglaublich viel Sauerstoff zu transportieren.

Kurz zusammengefasst ist es ein entgiftender, energiespendender Zaubertrank. Und das Beste: man rührt in nicht mal 1 Minute zusammen, im Kühlschrank hält er sich praktisch ewig, und er besteht aus nur 3 Zutaten! Man kann ihn mit Molke herstellen, aber gerade wenn man biologische Rote Rüben benutzt und man sie nicht schälen muss, reicht Salz alleine völlig aus um die Magie herauszulocken. 

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Sat, 28.05 Icon
Rumänische Fleischbällchen mit saurer Sahne und Estragon

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Aus meinem rumänischen Kochbuch habe ich letztens diese Bällchen nachgekocht. Das Ganze ist wirklich simpel, man stellt einen weichen Hackfleischteig her und formt ihn dann zu kleinen Bällchen. Was ich interessant finde, ist dass im Teig eine geriebene Kartoffel enthalten ist; ich kenne eigentlich nur die Variante mit Semmelbröseln etc.

So, und über die Bällchen kommt dann jede Menge saure Sahne. Im Ofen gebacken, werden sie supersaftig und von der Konsistenz erinnerten sie mich etwas an die typischen Hühnerfleischbällchen aus Indonesien.

Lecker! Smile Ich würde nur das nächste Mal zuerst die Sahne in die Auflaufform geben, und darauf dann die Bällchen – dann sollten sie von oben auch etwas knusprig werden, und man sieht dann die Bällchen besser. So sind sie unter der Sahne komplett versteckt! Wink

Dazu gab´s mit Balsamico gebratenen grünen Spargel und mit Speck, Sardellen und Salbei gefüllte Ofenkartoffeln. 

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Sat, 21.05 Icon
Ungarn trifft Polen: Buntes Gemüse-Letscho mit polnischer Buchweizengrütze

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Von einer lieben – ursprünglich aus Polen kommenden- Bekannten hatte mir mein Freund letztens etwas mitgebracht, und zwar eine polnische Spezialität: Buchweizengrütze, original heißt sie Kasza Gryczana, von der Marke Sonko. Ich hab mich natürlich super gefreut und das erste Päckchen gleich mal gekocht! Smile

Es sind kleine braune Stückchen, die wie Herzen aussehen. Da ich außer “na zdrowie” leider kein polnisch kann *g* , habe ich außer einer Zeile mit … 15-20 Min. … stehend nichts lesen können, aber daneben war ein Topf aufgezeichnet. So habe ich einfach mal etwas Wasser aufgekocht, den Beutel hineingetan und laut dieser Zeitangabe kochen lassen. Eine tolle Beilage finde ich, nussig im Geschmack wie etwa Haferflocken, schön knackig und mal etwas ganz anderes als Reis etc.

Dazu habe ich mir aus Zucchini, Paprika und Zwiebeln eine Art ungarisches Letscho-Gemüse gekocht. Mhmm *-*

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Mon, 14.02 Icon
Deftig, deftig: Saure Hack-Kohl-Rouladen mit Spare Ribs und Speck

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Im Moment habe ich so viel, um meinen Blog zu füttern ^-^ Dies ist erste Rezept, das ich zurück aus Rumänien aus meinem neuen Kochbuch gekocht habe Smile Und es ist so richtig schön deftig! Hauptrolle spielen mit Hack und Reis gefüllte Krautrouladen. Diese werden zusammen mit Sauerkraut, gebratenen Spare Ribs, Dill, Thymian und Speck in eine Auflaufform geschichtet. Mit Tomatensaft und Weißwein übergossen, wandert alles in den Ofen.

Im Orginalrezept wird ein ganzer Kopf Sauerkraut verwendet, in dem dann das Hack eingefüllt wird und der Rest klein geschnitten wird. Bei uns gibt´s ja aber nur das kleingeschnittene Sauerkraut aus der Packung, und keine ganzen Blätter davon; so habe ich einfach normales Weißkraut zum Einwickeln hergenommen.

Uns hat´s richtig gut geschmeckt, es war schön sauer, genauso wie in Rumänien *-* Dazu gab´s bei uns Polenta.

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Sun, 13.02 Icon
Rumäniens Küche

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Zuerst muss man wissen, dass Rumänien  Jahrhunderte lang von fremden Herrschern und Völkern regiert wurde, die alle dort ihre Küchentraditionen hinterlassen haben und sich heutzutage in den landestypischen Mahlzeiten wiederspiegeln; eine typische rumänische Küche gibt es daher nicht. Vielmehr lassen sich Einflüsse aus Russland, Ungarn, Italien, Griechenland, der Türkei und Sachsen erkennen.

So gleicht zum Beispiel der schnittfeste Maisbrei namens “Mamaglia” der italienische Polenta, viel Gegrilltes wurde von den Türken übernommen,  das oft servierte Sauerkraut stammt ursprünglich aus Sachsen, und die Verwendung von saurer Sahne wurde von den Russen eingeführt. Multikulti also Smile

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Sun, 13.02 Icon
Bulgariens Küche

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So, ich bin wieder zurück von meinem Kurztrip nach Bulgarien und Rumänien, und natürlich voller kulinarischer Souvenirs und Erinnerungen, die ich gerne mit euch teilen möchte Smile

Die bulgarische Küche wurde stark von der des osmanischen Reiches beeinflusst, und zählt zur Balkanküche. Fisch spielt eigentlich keine wirkliche Rolle, obwohl es einige fischreiche Flüsse und Küsten am schwarzen Meer besitzt; warum das so ist, ist eigentlich nicht bekannt. Stattdessen stehen Hammel, Lamm und Schwein am täglichen Speiseplan. Auch Hühnchen findet man öfter. Als Vorspeise werden oft Rührei mit Brot gereicht.

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Sun, 06.02 Icon
Gebackene Piroggen mit Hackfleisch-Sauerkraut-Fülle

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In Polen haben wir die damals auf unserer Reise in Krakau in einem typisch polnischen Restaurant bestellt, und seitdem wollte ich diese kleinen Köstlichkeiten eigentlich schon mal nachkochen Wink So, gestern habe ich es aber dann endlich mal geschafft!

Das Wort Pirogge stammt vom urslavischen Wort pirъ ab, welches ‘Fest, Gelage’ bedeutet. Piroggen sind außer in Polen ebenfalls in Russland, Tschechien, Slowakei, Ukraine, dem Baltikum und anderen Staaten verbreitet.Was eine Pirogge eigentlich ist? Piroggen sind gefüllte Teigtaschen aus Hefe-, Blätter- oder Nudelteig, und werden entweder in Wasser gekocht, in Fett herausfrittiert oder im Backrohr gebraten. Als Fülle werden meist Hackfleisch, Käse, Speck, Kartoffeln Weißkraut, Sauerkraut und Pilze verwendet. Wie bei russischen und sibirischen Pelmeni (ebenfalls sehr lecker, hier mein Rezept) werden die Teigtaschen oft mit saurer Sahne oder gerösteten Zwiebeln und Speck angerichtet. Ein richtig deftiges Essen für die kalte Jahreszeit, und so schmackhaft dazu, einfach zum Süchtig werden! Wink

Die Piroggen, die wir in Polen gegessen hatten, waren frittiert, und dadurch leider seeehr fettig, vor allem da sie ja auch noch mit reichlich Butter begossen daher kamen. Daher habe ich versucht, die Piroggen im Backrohr zu backen, was bestens funktioniert hat. Die Konsistenz vom Teig fand ich total klasse, super einfach zu Verarbeiten, nix klebte oder riss und man brauchte keine Spur von Mehl zum Ausrollen! Gefunden habe ich das Rezept zum Teig hier, die Fülle habe ich nach unserern Erinnerungen an den polnischen Restaurantbesuch einfach zusammengebastelt Smile

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Thu, 13.01 Icon
Sojaflocken à la Stroganov

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Da ich noch ein paar Champignons zu verwerten hatte, kam mir die Idee mal wieder ein Bœuf Stroganov zu kochen, nur diesmal ohne Rindfleisch, sondern mit Sojaflocken, da ich nicht schon wieder Lust auf Fleisch hatte und mich meine Packung getrocknete Sojaflocken im Kühlschrank angelacht hatte Smile

Bœuf Stroganov ist ein klassisches Ragout, bestehend aus Filetspitzen vom Rund, Schalotten oder Zwiebeln, saurer Sahne und Pilzen. Angeblich wurde es für einen russischen Kochwettbewerb Ende des 19. Jahrhundert in Sankt Petersburg erfunden, den es auch gewonnen hat. Benannt ist das Gericht nach der russischen Adelsfamilie Stroganow. Natürlich gibt es auch von diesem Gericht zig Varianten, mal mit Wein, mal mit roter Bete oder auch mal Paprikapulver.

Ich fand das ganze zwar nicht so lecker aussehend (eher wie Babykost, wie man auf dem Foto sehen kann), aber unglaublich lecker ^-^  Stroganov ist halt einfach kein wirklich fotogenes und präsentables Essen, aber das macht nichts wenn man es alleine verköstigt Smile Ich fand, die Sojaflocken passten ganz toll dazu, und es ist auch mal für Vegetarier eine tolle Idee damit auch mal in den Stroganov-Genuss zu kommen. Vom Geschmack her schön sauer, ich liebe die russische Küche! Dazu machte ich mir ein Kartoffelpüree.

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Mon, 26.04 Icon
Vegetarischer Borschtsch – ukrainischer Rote-Bete-Eintopf

Borschtsch ist eine Art Eintopf, der in Osteuropa weit verbreitet ist – von Polen über die Ukraine und Weißrussland bis nach Sibirien. Oft wird es allerdings nicht als eigenständige Mahlzeit gereicht, sondern als Zwischensnack oder als Vorspeise. Bei uns kam´s als eigenständiges Gericht auf den Tisch, zusammen mit ein paar Scheiben Mehrkornbrot, da ich so richtig Lust auf  viiiel Gemüse hatte! Smile
Charakteristisch für die Zubereitung ist wie bei vielen osteuropäischen Suppengerichten die lange Schmorzeit bei geringer Hitze. Vor dem Servieren wird Borschtsch mit saurer Sahne und frischen Kräutern, meist Dill, verfeinert. Die Hauptbestandteile sind rote Bete (in Polen vergorene), Karotten, Kartoffeln, Fleisch (meist Rindfleisch) und Weißkohl. Da wir aber noch Rotkohl zu verwerten hatte, kam einfach der statt Weißkohl hinein, und da ich keine Lust auf Fleisch hatte, fiel das einfach weg. Bei so viel leckerem Gemüse braucht man es auch gar nicht, es kam auch so genug feiner Geschmack zustande! Smile
Getoppt mit saurer Sahne und Dill schmeckte es total lecker, schön aromatisch und super gemüsig, und ist sicher ultra-gesund dazu! Smile Da kommen schöne Erinnerungen ans kalte Polen bei unserer Erkundungstour im Januar wieder auf… Wink Am nächsten Tag aufgewärmt schmeckt der Borschtsch übrigens noch besser!

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Thu, 04.03 Icon
Asiatisches 3 Gang-Menü für unter 9,99 Euro

Für dieses Event habe ich 3 Gerichte aus Asien zusammen- gestellt, aber nicht aus China oder Thailand, nein, es wird noch viel “exotischer”: unsere Reise führt uns vom kalten Sibirien über Armenien bis nach Turkmenistan in Zentralasien. Überall dort werden die Speisen vielerorts noch großteils mit Grundnahrungsmitteln (sprich Brot, Reis, Kartoffeln, Mehl etc.) zubereitet, was dem Geschmack jedoch keinen Abbruch tut, im Gegenteil: da sieht man wieder, dass es nicht einem superteuren Einkauf bedarf um ein abwechslungsreiches und sättigendes Menü zu zaubern.
Eines haben Sibirien und Armenien gemeinsam: man liebt es sauer! Nirgends darf der obligatorische Klecks saure Sahne oder Essigsauce fehlen. In Turkmenistan hingegen liebt man es süß; Kalorien spielen keine Rolle, Hauptsache es schmeckt.
Enstanden sind: Sibirische Pelmeni, herzhaft gefüllt mit Sauerkraut, in einer Gemüsebrühe; Gefüllte Zwiebeln im Weinsud gegart aus Armenien; und als Dessert frittierte Butterteigknoten mit Honig aus Turkmenistan, zu denen ich ich natürlich das dortige Nationalgetränk servierte: starken grünen Tee.
Für alle Gerichte zusammen zahlte ich nur 10,81 Euro, was wirklich nicht viel ist, da es für 4 Personen war und die 2 Liter Öl zum Frittieren mitgerechnet sind. Ich habe alles was möglich war in größeren Mengen in Aktion gekauft und den Rest aufgehoben oder eingefroren, wobei man wirklich viel sparen kann! Bei der Butter, dem Fleisch und den Eiern habe ich auf gute Qualität geachtet, sie aber trotzdem sehr billig erstanden. Immer gibt es irgendwo gerade eine Aktion! Anstatt meiner geliebten selbstgemachten Brühe griff ich hierfür zur Fertigbrühe, um die Kosten genau zu berechnen. Hier also mein Menü für das Kochevent: Ein 3-Gang-Menü für unter 9,99 Euro pro Person?!

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